Wie kann spontane Hilfe im Katastrophenfall besser organisiert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Informationstag für Spontanhelfende im Katastrophenschutz beim ASB Witten.
Neue App für Spontanhelfende vorgestellt
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Vorstellung der neuen App „ASB Helfernetz“. Sie soll künftig dabei helfen, spontane Hilfeleistungen im Katastrophenfall schnell und unkompliziert zu koordinieren.
Die App befindet sich aktuell noch vor dem offiziellen Start. Interessierte können sich jedoch bereits über einen Newsletter anmelden und werden informiert, sobald die Anwendung verfügbar ist.
Künftig sollen sich Spontanhelfende unkompliziert registrieren und dabei auch Qualifikationen oder besondere Kenntnisse angeben können. So lassen sich Helferinnen und Helfer im Ernstfall gezielt dort einsetzen, wo ihre Unterstützung besonders gebraucht wird.
Koordinierte Hilfe im Einsatzfall
Kommt es zu einem Katastrophenfall oder einer größeren Schadenslage, werden registrierte Spontanhelfende informiert und können flexibel zu- oder absagen. Anschließend werden sie an zentralen Sammelpunkten erfasst, koordiniert und gemeinsam zu den jeweiligen Einsatzorten gebracht. Dort erfolgt die organisierte Einbindung in die laufenden Hilfsmaßnahmen.
Für die Nutzung der App, aber auch für die spontane Hilfe selbst, ist weder eine Mitgliedschaft noch eine langfristige Verpflichtung erforderlich. Das Angebot richtet sich ausdrücklich an Menschen, die im Bedarfsfall spontan unterstützen möchten.
Austausch zwischen Politik und Hilfsorganisationen
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wohlfahrtsverbänden sowie dem ASB Bundesverband und dem Landesverband nutzten die Veranstaltung für den Austausch über neue Ansätze zur Einbindung freiwilliger Helferinnen und Helfer im Krisenfall.
Mit dabei waren unter anderem Gabriele Günzel, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Witten, sowie Christine Freynik, Erste Beigeordnete der Stadt Hattingen.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Kirsten Schäfer, Geschäftsführerin des ASB Witten, und Dr. Stefan Sandbrink, Geschäftsführer des ASB NRW e.V.
Freiwilliges Engagement stärken
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig verlässliche Strukturen für freiwilliges Engagement im Bevölkerungsschutz geworden sind. Gerade in Krisensituationen zeigt sich immer wieder die hohe Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung. Gleichzeitig braucht spontane Hilfe eine gute Organisation, damit sie Einsatzkräfte wirksam unterstützen kann.















